Mit der Familie ins Ausland: So versicherst du deine Kinder richtig
Auswandern mit Kindern bedeutet: Die Krankenversicherung muss nicht nur für dich funktionieren, sondern für die ganze Familie – vom Fieber in der Nacht bis zur U-Untersuchung. Hier sind die Punkte, die Familien klären sollten.
Kinder mitversichern: Was gute Tarife bieten
Anders als in der deutschen GKV gibt es international meist keine komplett kostenlose Familienversicherung – Kinder zahlen eigene Beiträge, die aber deutlich unter den Erwachsenenbeiträgen liegen. Manche Gesellschaften bieten Familienrabatte oder versichern das zweite und dritte Kind günstiger. Wichtig ist, dass der Tarif kinderrelevante Leistungen einschließt: Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Kinderarztbesuche ohne lange Wartezeiten.
Der Sonderfall: Geburt im Ausland
Planst du Nachwuchs im Ausland, zählen zwei Dinge:
- Wartezeiten: Schwangerschaftsleistungen haben fast überall Wartezeiten von 8 bis 24 Monaten – der Vertrag muss also stehen, bevor die Familienplanung konkret wird.
- Neugeborenen-Nachversicherung: Gute Tarife nehmen dein Baby ab dem ersten Lebenstag ohne Gesundheitsprüfung auf. Das ist der entscheidende Punkt – bei Frühgeburten oder Komplikationen wäre eine Gesundheitsprüfung fatal.
Schule, Sport, Alltag: Woran Familien selten denken
- Unfälle beim Sport und auf dem Schulweg – prüfe, ob dein Zielland eine Unfallversicherung kennt oder alles über die Krankenversicherung läuft
- Zahnspangen: Kieferorthopädie ist teuer und oft nur in höheren Tarifen enthalten – mit Wartezeiten
- Psychotherapie und Logopädie: je nach Tarif sehr unterschiedlich geregelt
Unser Rat für Familien
Versichert euch als Familie bei einer Gesellschaft, nicht kreuz und quer – das vereinfacht Abrechnungen, Ansprechpartner und spätere Anpassungen. Und schließt ab, solange alle gesund sind: Jede Diagnose eines Kindes (z. B. Neurodermitis, Asthma) macht den späteren Abschluss schwieriger.



